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Was passiert beim Sage-Partnerwechsel mit Anpassungen und Schnittstellen?
12. Juli 2026
Sascha Breithecker

@deskfirm

Sage-Partnerwechsel Anpassungen

Was passiert beim Sage-Partnerwechsel mit Anpassungen und Schnittstellen?

Eine der häufigsten Fragen beim Wechsel eines Sage-Partners lautet:

“Gehen unsere individuellen Anpassungen verloren?”

Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Nein.

Trotzdem herrscht bei vielen Unternehmen große Unsicherheit. Schließlich wurde die Sage-100-Umgebung häufig über viele Jahre erweitert. Individuelle Programmierungen, Schnittstellen und Auswertungen sind fester Bestandteil der täglichen Arbeit.

Die gute Nachricht: Ein professioneller Partnerwechsel bedeutet nicht, dass diese Entwicklungen neu erstellt werden müssen.

In diesem Beitrag zeigen wir, was mit bestehenden Anpassungen passiert und worauf Sie achten sollten.


Standard und individuelle Entwicklungen unterscheiden

Nicht jede Sage-100-Installation sieht gleich aus.

Neben den Standardfunktionen nutzen viele Unternehmen beispielsweise:

  • SQL-Auswertungen
  • individuelle Reports
  • Zusatzmasken
  • eigene Programmierungen
  • DMS-Anbindungen
  • Webshops
  • CRM-Systeme
  • Versandsoftware
  • Produktionslösungen
  • Finanzschnittstellen

Genau diese individuellen Erweiterungen machen häufig den größten Wert Ihrer ERP-Lösung aus.


Diese Anpassungen bleiben normalerweise erhalten

Ein neuer Sage-Partner übernimmt nicht einfach “eine neue Installation”.

Er übernimmt Ihre bestehende Umgebung.

Das bedeutet:

  • bestehende Daten bleiben erhalten
  • individuelle Programmierungen bleiben erhalten
  • SQL-Abfragen bleiben erhalten
  • Schnittstellen bleiben erhalten
  • Dokumente bleiben erhalten
  • Benutzer bleiben erhalten

Der neue Partner analysiert diese Umgebung und übernimmt anschließend deren Betreuung.


Der erste Schritt ist immer eine Bestandsaufnahme

Bevor ein Partnerwechsel erfolgt, wird die vorhandene Installation analysiert.

Typischerweise werden dabei geprüft:

  • eingesetzte Module
  • installierte Version
  • Eigenentwicklungen
  • Datenbank
  • Schnittstellen
  • Zusatzprogramme
  • Dokumentationen
  • Serverstruktur

Diese Analyse bildet die Grundlage für die spätere Betreuung.

Genau deshalb empfehlen wir, den Wechsel strukturiert vorzubereiten. Wie das typischerweise abläuft, lesen Sie im Beitrag Sage-100-Betreuung übernehmen: So gelingt der Wechsel zu einem neuen Partner.


Was passiert mit Schnittstellen?

Viele Unternehmen nutzen heute deutlich mehr als nur Sage 100.

Häufig angebunden sind beispielsweise:

  • Online-Shops
  • CRM-Systeme
  • DMS-Lösungen
  • Logistiksysteme
  • Produktionssoftware
  • BI-Lösungen
  • Zeiterfassung
  • Finanzsoftware

Auch diese Schnittstellen bleiben grundsätzlich bestehen.

Der neue Partner prüft deren Funktionsweise und übernimmt anschließend Wartung und Weiterentwicklung.


Eigenentwicklungen sind kein Hindernis

Manche Unternehmen befürchten:

“Unser bisheriger Partner hat alles selbst programmiert.”

Auch das ist normalerweise kein Problem.

Professionelle Sage-Partner analysieren vorhandene Entwicklungen und dokumentieren diese Schritt für Schritt.

Dadurch entsteht langfristig sogar eine bessere Transparenz als zuvor.


Was ist, wenn Dokumentationen fehlen?

Das kommt häufiger vor, als viele denken.

Gerade ältere Installationen wurden oft über Jahre erweitert.

Fehlt eine vollständige Dokumentation, wird diese im Rahmen der Übernahme nach und nach aufgebaut.

Dadurch sinkt die Abhängigkeit von einzelnen Personen erheblich.


Nutzen Sie den Wechsel als Chance

Ein Partnerwechsel ist der ideale Zeitpunkt, bestehende Prozesse zu überprüfen.

Oft zeigt sich dabei:

  • alte Sonderprogrammierungen werden nicht mehr benötigt
  • Standardfunktionen haben sich verbessert
  • Prozesse lassen sich automatisieren
  • neue Module sparen Zeit
  • gesetzliche Anforderungen lassen sich einfacher umsetzen

Ein guter Partner übernimmt deshalb nicht nur Bestehendes, sondern entwickelt Ihre Lösung aktiv weiter.

Warum dabei Prozessverständnis oft wichtiger ist als reine Technik, erklären wir im Beitrag Sage-100-Support: Warum technische Kompetenz allein nicht ausreicht.


Die Wahl des neuen Partners entscheidet

Ob der Wechsel erfolgreich verläuft, hängt vor allem vom neuen Betreuungspartner ab.

Achten Sie insbesondere auf:

  • Erfahrung mit individuellen Entwicklungen
  • eigene Entwickler
  • SQL-Kenntnisse
  • Schnittstellenkompetenz
  • Referenzen
  • feste Ansprechpartner

Welche Kriterien darüber hinaus wichtig sind, erläutern wir im Beitrag Woran erkennt man einen guten Sage-100-Partner?


Fazit

Individuelle Anpassungen und Schnittstellen gehen bei einem professionell geplanten Partnerwechsel normalerweise nicht verloren.

Vielmehr übernimmt der neue Sage-Partner die bestehende Umgebung, dokumentiert diese und entwickelt sie gemeinsam mit Ihnen weiter.

Wenn Sie unsicher sind, welche Besonderheiten Ihre Sage-100-Installation aufweist, analysieren wir Ihre bestehende Umgebung gerne unverbindlich und zeigen Ihnen transparent, wie eine Übernahme Ihrer Betreuung aussehen kann.


Häufig gestellte Fragen

Bleiben individuelle Programmierungen erhalten?

Ja. Individuelle Entwicklungen bleiben grundsätzlich bestehen und werden vom neuen Partner übernommen.

Müssen Schnittstellen neu programmiert werden?

Nein. Bestehende Schnittstellen bleiben in der Regel erhalten und werden lediglich analysiert sowie dokumentiert.

Was passiert mit SQL-Auswertungen?

Auch individuelle SQL-Abfragen und Reports bleiben bestehen und können weiter genutzt werden.

Kann ein neuer Sage-Partner fremde Entwicklungen betreuen?

Ja. Erfahrene Sage-Partner übernehmen regelmäßig Installationen mit bestehenden Eigenentwicklungen und individuellen Anpassungen.

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